Geschichte der Stadt Salzburg im Überblick


Älteste Spuren der Besiedlung finden sich auf dem Rainberg und dem
Hellbrunner Berg.Unter Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.) wurde Juvavum
Municipialstadt. Die bajuwarische Wiederbesiedlung erfolgte zu Beginn des
6. Jahrhunderts. Etwa im Jahre 696 schenkte der Bayernherzog Theodo dem
hl. Rupert die Reste der alten Römerstadt.


Salzburg wird Bischofstadt

739 Sitz eines Bischofes, 798 Erzbistum. Stadtwerdung, als Kaiser Otto III.
im Jahre 996 dem Erzbischof das Recht gewährte, einen täglichen Markt
einzurichten und Münzen zu schlagen. Salzburg ist damit die älteste Stadt
Österreichs im mittelalterlichen Rechtssinn. Der Festungsbau wird Erzbischof
Gebhard (1060-1088) zugeschrieben.Erzbischof Konrad I. gelingt es Anfang des
12. Jahrunderts das Erzbistum wieder zu festigen, er erweitert die Festung,
baut die erste Stadtmauer und den Virgildom nach einem Brand wieder auf.
Erzbischof Konrad III., der erste Kardinal auf dem Salzburger Kirchenthron,
begann mit dem Neubau des großen romanischen Domes, der 1198 vollendet wird.
Allmählich erfolgte die Entwicklung zum Bürgertum. Um 1100 Zusammenschluß
der Salzburger Bürger zur "Zeche. Durch Herrschaft des Bischofs über die
Stadt Verhinderung der Entstehung einer bürgerlichen Selbstverwaltung.


Bürgertum

Der Bürgermeister (erst 1374 zum erstenmal erwähnt) wurde vom Erzbischof
ernannt. Nur im 15. Jahrhundert erlangte die Stadt für kurze Zeit relative
Autonomie gegenüber der erzbischöflichen Stadtherrschaft. Um die Bürger der
Stadt für sich zu gewinnen, verbriefte Kaiser Friedrich III. neben anderen
Privilegien die freie Wahl des Stadtrates und des Bürgermeisters ("Großer
Ratsbrief" von 1481). 1511 erwirkte Erzbischof Leonhard von Keutschach
gewaltsam die Rücknahme dieser Freiheiten.


Kein selbständiges Lande mehr

1803 Säkularisierung des geistlichen Fürstentums. Die Aufhebung der
geistlichen Herrschaft änderte für die Stadtverwaltung wenig. Das Land und
die Stadt Salzburg standen von 1803 bis 1805 als Kurfürstentum unter der
Herrschaft des Habsburgers Ferdinand von Toskana, 1806 bis 1809 zum
erstenmal österreichisch, 1809 und 1810 stand Salzburg unter französischer
Administration, von 1810 bis 1816 war es bei Bayern. Seit 1816 ist Salzburg
endgültig österreichisch. Die Stadt Salzburg war nur mehr Provinzstadt. Der
Mozartkult erreicht seine ersten Höhepunkte mit der Errichtung des Denkmals
(1842) und der Gründung des Mozarteums-Vereines (1844).


Eine neue Ära

Die Revolution der Jahre 1848/49 brachte den Beginn der kommunalen
Selbstverwaltung. 1848 wurden die ersten Wahlen zum (provisorischen)
Gemeindeausschuß durchgeführt. Das Jahr 1869 brachte schließlich ein
Gemeindestatut für die Stadt Salzburg, welches die kommunale
Selbstverwaltung absicherte. 1850 war Salzburg nach langen Bemühungen
endlich wieder ein eigenes Kronland geworden, Der erste Landtag trat 1861
zusammen (ab 1864 im Chiemseehof). Kaiser Franz Josef hatte 1860 die
Schleifung der Festungsbauten in der Neustadt gestattet, wo sich ein neuer
Stadtteil entwickeln konnte.


Salzburg - Festspielstadt


Noch während des Ersten Weltkrieges wurde in Wien unter maßgeblicher
Beteiligung von Salzburger Persönlichkeiten die Salzburger Festspielgemeinde
gegründet: Erstes Musikfest in Salzburg 1877. 1920 fanden die ersten
Festspiele statt (jedermann auf dem Domplatz).